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Institute for Bible translation, Russia\CIS
Institut für Bibelübersetzung
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Rundbrief
   

September 2006

Ein grosses Geschenk nicht nur für die Gläubigen

Alle Kinder erhielten ihre eigene KinderbibelAnlässlich der offiziellen Übergabe der tschuwaschischen Kinderbibel fand am 4. September eine grosse Feier in der Nationalbibliothek von Tscheboxary in Tschuwaschien statt. Mit hohen Erwartungen erschienen die ersten Leute lange vor Beginn der Veranstaltung. Sie war nämlich mehrere Male im Radio angekündigt worden, und so riefen viele bei der Bibliothek an und fragten: „Können wir an der Feier teilnehmen?“ Eltern kamen mit ihren Kindern, Lehrer mit ihren Schülern. So waren neben den vom Kulturministerium geladenen Gästen noch viele weitere Menschen mit Interesse an der Bibelübersetzung anwesend. Über die Veranstaltung berichteten die Presse, das Radio und das Fernsehen von Tschuwaschien.

Interview des lokalen Fernsehens mit dem Übersetzer Peter JakowlewIn seiner Eröffnungsrede stellte der stellvertretende Kulturminister Michail Krasnow fest: „Um unser Land reich zu machen und die Wirtschaft wieder zu beleben, benötigen wir Menschen, die geistlich und moralisch reich sind ... Mit Hilfe des Instituts für Bibelübersetzung haben wir heute die Kinderbibel auf Tschuwaschisch erhalten. Es hat Symbolkraft, dass dieses Buch in dem Jahr veröffentlicht worden ist, das der tschuwaschische Präsident zum „Jahr der geistlichen Erneuerung“ erklärt hat. Es gibt nichts besseres für Kinder, als die Gesetze des Lebens in ihrer eigenen Sprache zu lesen … Es ist wichtig für jedes Kind, dieses Buch zu lesen, und dies zu bewerkstelligen wird eine grosse Aufgabe für unsere Lehrer und Bibliothekare sein. Wir haben das Buch kostenlos für jede Bibliothek und Schule erhalten, und danken dem IBÜ, das uns dafür 5.000 Exemplare überlassen hat.“

„Die Bibel gehört jedem, nicht nur den Tschuwaschen oder den Tataren – sie gehört der ganzen menschlichen Rasse,“ merkte ein Mitglied des Übersetzungsteams, Aristarch Dmitrijew, an. „Wenn du sie liest, hörst du eine Art Musik. Sie sollten sie jeden Tag lesen, zwei oder drei Sätze, jedoch Sie müssen sie lesen, bis Sie die Musik hören. Mit dieser Musik fängst du den Tag an und mit dieser Musik gehst du zu Bett. Ich wurde als Atheist erzogen, und auch heute kann ich noch nicht sagen, dass ich in vollem Umfang ein Gläubiger bin. Aber ich bin ein Mensch, der sich danach sehnt zu glauben – in einer solchen Art und Weise zu glauben, dass ich Segen auf der Erde empfange. Die Veröffentlichung dieses Buches zeigt, dass man vom absoluten Nullpunkt aus starten kann, wobei man am ganzen Leib zittert und sich die Frage stellt: ‚Ist es wirklich möglich ein solches Buch zu übersetzen?‘ Tage und Jahre vergehen und letztendlich gibt es ein Ergebnis. Ohne die Hilfe Gottes, wäre es nicht möglich gewesen! Es gab Momente der Verzweiflung, in denen ich aufgeben wollte. Aber dann betest du und Dinge werden klarer und du kannst wieder anfangen zu arbeiten … Dieses Buch ist das Buch des Lebens, es hat angefangen zu leben und bringt so viel Freude!“

„Das ist ein zeitloses Buch, das von Generation zu Generation weitergegeben wird,“ sagte Swetlana Starikowa, die Direktorin der Nationalbibliothek. „Es ist nicht ein Buch, das schon nach einem Jahr keinen Nutzen mehr bringt. Ich hoffe, dass wenn die Kinder dieses Buch mit ihren Eltern lesen, es sie zum Glauben führen wird... Es ist ein grosses Geschenk nicht nur für die Gläubigen, sondern auch für diejenigen, die sich auf der Suche befinden. Dieses Buch wird einen grossen Beitrag dazu leisten, die tschuwaschische Sprache und Spiritualität zu bewahren, denn es kann keine Kultur ohne Spiritualität geben.“

Projekt des Monats

Angeregt durch diese Worte der Ermutigung und der guten Aufnahme der Kinderbibel, blickt das tschuwaschische Team des IBÜ erwartungsfroh auf die nächste Etappe des tschuwaschischen Bibelübersetzungsprojektes. Dabei geht es darum, die letzten Prüfungen am Neuen Testament vorzunehmen und die externen Rezensionen zu organisieren. Das Neue Testament soll 2007/08 veröffentlicht werden. Bitte unterstützen sie in diesem Monat dieses Projekt mit ihrer Spende.

Hier können Sie den monatlichen Rundbrief des IBÜ bestellen.

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