November 2006
„Alle freuten sich darüber, wieder einmal in
einem Tscham zu sein!“
Unterstützergruppe für die nenzische Bibelübersetzung
gegründet
Mitte
Oktober reiste Lena Schatilowa, die Koordinatorin des nenzischen
Projektes, nach Salechard in Nordsibirien, um sich mit dem
Übersetzungsteam zu treffen. Sie kam sehr ermutigt
zurück. „Wir trafen uns in einem ‚Tscham‘, das die
nenzischen Christen nur aus diesem Anlass ausserhalb des
Stadt in der Tundra gebaut hatten,“ berichtete sie. (Ein Tscham
ist ein Zelt aus Rentierfellen mit einem Traggerüst aus
Birkenästen.) „Es war unsere Absicht, Nenzen aus
Kirchen und Gemeinden in der ganzen Region zusammen
zu bringen und sie über die Bibelübersetzung in
ihre Sprache zu informieren. Das Tscham stellte sich als
hervorragender Treffpunkt heraus – alle Nenzen haben aus
ihrer Kindheit Erinnerungen daran, und es war offensichtlich,
dass sie sich in dieser Atmosphäre sehr viel wohler
fühlten als wenn wir uns in einem normalen Sitzungssaal
getroffen hätten. Alle freuten sich darüber, wieder
einmal in einem Tscham zu sein!“
„Das
Übersetzungsteam bat die anwesenden Nenzen, eine
Unterstützergruppe für die Arbeit an der Bibelübersetzung
zu sein,“ sagte Frau Schatilowa. „Unser Ziel ist es, dass alle
Nenzen die übersetzten biblischen Bücher akzeptieren und
benutzen. Es ist eine grosse Hilfe, wenn nenzische Christen aus
unterschiedlichen Kirchen sich an dem Projekt beteiligen und das
Übersetzungsteam unterstützen, indem sie dafür
beten und bei unterschiedlichen Fragen ihren Rat geben. So wird klar,
dass die Übersetzung nicht nur einer einzigen Konfession oder
Denomination gehört.“
„Etwa
20 Personen nahmen an dem Treffen teil. Es waren nicht nur Christen
aus unterschiedlichen Kirchen, sondern auch Vertreter der nenzischen
Gesellschaft,“ fuhr Frau Schatilowa fort. „Es war wunderbar, zu sehen,
wie interessiert die Leute waren, und wie sich alle engagiert an den
Diskussionen beteiligten, die grösstenteils auf Nenzich geführt
wurden. Besonders hilfreich war es, einige Schlüsselbegriffe zu besprechen.
Die Lösung dieser Fragen war besonders schwierig, aber die Leute blieben
bis zu späten Abend und versuchten gute Lösungen zu finden.“
„Wir sangen
auch zu traditionellen Melodien einige neue christliche Lieder auf
Nenzisch,“ erzählte Frau Schatilowa. „Es war eine besondere
Freude, diese Lieder zusammen zu singen.“
Die Gruppe
vereinbarte, sich jedes Jahr wenigstens einmal zu treffen und beim
nächsten Mal mehr Leute einzuladen. Dies wird eine wichtige
Unterstützung für das Übersetzungsteam.
Projekt des Monats
Bisher wurden
das Lukasevangelium und die Geschichten über Jesus (einschliesslich
einer Aufnahme auf Kassetten) veröffentlicht. Das Markusevangelium ist
teilweise übersetzt, geprüft und auf seine Verständlichkeit hin
getestet. Der nächste Schritt ist, das Johannesevangelium und 1.
Thessalonicher zu übersetzen. Die Arbeit geschieht in Zusammenarbeit
mit SIL. Bitte unterstützen Sie in diesem Monat die Arbeit an der
Übersetzung der Bibel ins Nenzische mit ihrer Spende.
Hier können Sie den monatlichen Rundbrief des IBÜ bestellen.
Archiv: I
Dez. 05
I
Nov.
05
I
Okt. 05 I
in der Schweiz
Zürcher Kantonalbank,
8010 Zürich
PC 80-151-4 Kontonr.: 1118-0052.986
Ref. Kirchgemeinde Hirzenbach, 8051 Zürich
Vermerk "Institut für Bibelübersetzung"
in Deutschland
Auskunft unter
ibt_inform@ibt.org.ru
(Wenn möglich bitte in Englisch).
in anderen Ländern
Für Angaben hierzu auf
Englisch
bzw.
Russisch
klicken Sie bitte auf die gewünschte Sprache.