Institut für Bibelübersetzung _


Übersetzung und Verlegung von biblischen Texten in Sprachen nichtslawischer Volksgruppen Russlands und anderer Länder der GUS


 

   
 

Dez. 05 Nov. 05 Okt. 05 I

  Rundbrief
   

November 2005

„Seht Euch einmal diese wunderschönen Bücher an! Sie kommen frisch aus der Druckerei!“ Eine Gruppe von begeisterten Mitarbeitern hat sich um das Bücherregal im Eingangsbereich des Moskauer Büros des IBÜ versammelt. Hier werden alle neugedruckten Bibelteile ausgestellt und gebührend bewundert.

 Die Ausbeute dieses Jahres war reich: Das erste Neue Testament auf Jakutisch wurde im Mai gedruckt und im sibirischen Jakutien dankbar empfangen. Die burjatischen Kinder, ebenfalls in Sibirien zu Hause, erhielten die Kinderbibel in ihrer Sprache. Das Lukasevangelium wurde gleich in 4 neuen Sprachen herausgegeben: in den beiden kaukasischen Sprachen Agulisch und Inguschisch, in dem auf der Kamtschatkahalbinsel gesprochenen Korjakisch und in Belutschisch, das in Turkmenistan und benachbarten Ländern gesprochen wird. Deshalb wurde der Bibeltext in diesem Buch sowohl in kyrillischer als auch in arabischer Schrift abgedruckt. Darüber hinaus wurden Auszüge aus dem Lukasevangelium auf Nganasanisch herausgegeben, einer Sprache die von nur etwa 1.000 Sprechern in Sibirien gesprochen wird. Für die Agulen, Inguschen, Belutschen und Nganasanen ist das der erste biblische Text in ihrer Sprache überhaupt! Um es für die Korjaken und Nganasanen, die das Lesen in ihrer Sprache nicht gewohnt sind, einfacher zu machen, wurden die Texte auch auf Kassetten aufgenommen.

 „Es ist wichtig, das eines der ersten Bücher in unserer Sprache ein Teil der Bibel ist“, sagte die nganasanische Übersetzerin Swetlana Schownizkaja. „Ich habe mit besonderem Interesse an der Übersetzung gearbeitet, da ich weiss, dass sie von kommenden Generationen verwendet werden wird. Trotz aller Schwierigkeiten, war es eine kreative und faszinierende Aufgabe.“ Jetzt freut sich Swetlana darauf, das Lukasevangelium als Textbuch im Schulunterricht verwenden zu können.

 Ebenso einige alttestamentliche Bibelteile wurden in diesem Jahr gedruckt: die Sprüche in den dagestanischen Sprachen Awarisch und Beschtinisch, ein Buch mit Ruth, Esther und Jona in der nordkaukasischen Sprache Nogaisch, die Genesis auf Adygeisch, was ebenfalls im Nordkaukasus gesprochen wird, und ein Buch mit dem Titel „Die Propheten“ auf Krimtatarisch, das die Geschichten über Adam, Noah, Abraham, Josef, Mose, David, Salomon, Daniel und Jona enthält – Personen, die den moslemischen Lesern wohlbekannt sind. Auf Tschetschenisch wurde vor kurzem ein Band mit den Büchern Prediger, Klagelieder, Esther und Daniel veröffentlicht.

 Und die Aufzählung der 2005 gedruckten Bücher ist damit noch nicht vollständig! Tatjana Maiskaja, die Leiterin der Verlagsabteilung im Moskauer Büro, sagt: „Vor Ende des Jahres planen wir noch den Druck der Genesis auf Kalmückisch, des Pentateuchs, der Psalmen und des Predigers auf Tuwinisch und des Lukasevangeliums auf Turkmenisch. In dieser Sprache ist ausserdem noch die Aufnahme von Ruth, Jona und Exodus auf CD geplant“.

 Liebe Freunde, durch Ihre treue Unterstützung, sowohl finanziell, als auch durch Ihr Gebet, arbeiten Sie daran mit, den Völkern Russlands und der übrigen GUS Gottes Wort zu geben. Möge Gott sie reich dafür segnen!

 Projekt des Monats

Ein Buch, das schon lange veröffentlichungsreif ist, bei dem uns aber leider noch die finanziellen Mittel für den Druck fehlen, sind die Psalmen auf Kalmückisch. Die buddhistischen Kalmücken, die in der Steppe nördlich des Kaukasus leben, werden hiervon grossen Nutzen haben. Bitte unterstützen Sie in diesem Monat den Druck dieses Buches durch Ihre Spende.

 Leider liegt die Kinderbibel auf Tschuwaschisch jetzt schon über ein Jahr in unserer Verlagsabteilung, da uns noch ein grosser Teil der finanziellen Mittel fehlt, die zum Druck einer Auflage von 10.000 Exemplaren erforderlich sind. Wir wenden uns daher an Sie mit der Bitte um Ihre Mithilfe, damit die Kinderbibel möglichst bald ihre tschuwaschischen Leser erreichen kann. Wenn Sie dieser Bitte nachkommen wollen, können Sie Spenden mit dem Vermerk „Institut für Bibelübersetzung: Tschuwaschische Kinderbibel“ auf die nachfolgend angegebenen Konten überweisen. Die Spenden an das Institut für Bibelübersetzung sind steuerlich absetzbar.


in der Schweiz

Zürcher Kantonalbank, 8010 Zürich
PC 80-151-4 Kontonr.: 1118-0052.986
Ref. Kirchgemeinde Hirzenbach, 8051 Zürich
Vermerk "Institut für Bibelübersetzung"


in Deutschland

Auskunft unter ibt_inform@ibt.org.ru (Wenn möglich bitte in Englisch).


in anderen Ländern

Für Angaben hierzu auf Englisch bzw. Russisch klicken Sie bitte auf die gewünschte Sprache.

 

   
© 2005 Institut für Bibelübersetzung. Alle Rechte vorbehalten. Letzte Aktualisierung 22.03.2005