Institut für Bibelübersetzung _


Übersetzung und Verlegung von biblischen Texten in Sprachen nichtslawischer Volksgruppen Russlands und anderer Länder der GUS


 

   
 

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  Rundbrief
   

Mai 2006

Die Geschichte einer Bibel in Zentralasien 

Vor kurzem kam ein Mann aus einem entlegenen Bergdorf in Zentralasien in die Hauptstadt des Landes. Er wandte sich an eine russische Baptistengemeinde und erzählte ihnen, jemand habe ihm vor ein paar Jahren ein Exemplar der Bibel in seiner Sprache gegeben. Er hatte die Bibel gelesen und ihre Botschaft verstanden. Ohne Kontakt zu anderen Christen war er zum Glauben gekommen. Jetzt wollte er herausfinden, ob es noch andere Christen in seinem Volk gibt. Aber er wagte es nicht, die Einheimischen darüber zu befragen, und so ging er zu der russischen Kirche. Sie schickten ihn zu einem unserer Mitarbeiter, der die Sprache gut kennt. Nachdem er mit diesem Mann eine Weile über dessen Glauben gesprochen hatte, war unser Mitarbeiter überzeugt, dass dieser wirklich die Gute Nachricht verstanden hatte!

Aber wie kam diese Bibel, vor vielen Jahren von IBÜ veröffentlicht, in die Hände eines Mannes in so einem entlegenen Bergdorf?

Im Sommer 2001 wanderten zwei junge Christen für zweieinhalb Monate durch diese Bergregion Zentralasiens. Es waren Brüder, deren Mutter eine Russin war, aber ihr kürzlich verstorbener Vater war aus Zentralasien, und die Brüder waren in den Bergen geboren worden. Bei der Vorbereitung ihrer Reise hatten sie von IBÜ in Moskau einige Bibeln, Neue Testamente und einzelne biblische Bücher bekommen. Nach der Rückkehr berichtete einer der Brüder, Achmed, über ihre Reise. „Wir besuchten etwa 60 Dörfer“, erzählte er. „Wenn die Leute hörten, dass wir dort geboren sind, wurden wir herzlich als Gäste in ihren Häusern willkommen gehiessen. Einige Tage lang sassen wir gewöhnlich mit den Menschen zusammen und unterhielten uns, tranken Tee und schlossen Freundschaft. Nach drei Tagen oder so, fragten sie warum wir gekommen seien. Nur dann waren sie bereit auf das zu hören, was wir zu sagen hatten.“ 

„Im Koran werden vier heilige Bücher erwähnt, eins davon ist das Injil, das Evangelium. Wenn wir ihnen erzählten, dass wie eines dieser heiligen Bücher mitgebracht hätten, waren sie glücklich und bereit es zu nehmen. Sie waren erfreut, als sie sahen, dass die Bücher einen grünen Einband hatten. Grün ist nämlich eine heilige Farbe für die Muslime. Wir sprachen mit ihnen über Isa, Jesus, den sie als einen der Propheten kennen, und erklärten ihnen, dass Isa wieder auf diese Erde kommen würde, und dass sie über ihn in diesem Buch lesen könnten. Wir predigten nicht - Gottes Wort wird für sich selbst sprechen!“ 

Und in der Tat – Gottes Wort sprach für sich selbst! Eine dieser Bibeln, die Achmed und sein Bruder verteilt hatten, muss diesen Mann erreicht haben. Er ist jetzt nicht mehr länger allein mit seinem Glauben, sondern hat erfahren, dass er einige Mitchristen in seinem Volk hat. 

Projekt des Monats 

IBÜ arbeitet an der Bibelübersetzung in mehrere Sprachen Zentralasiens mit. Bitte unterstützen Sie in diesem Monat die Übersetzungsarbeit in Zentralasien mit ihrer Spende.

Hier können Sie den monatlichen Rundbrief des IBÜ bestellen.

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