Sommer 2007
„Wir brauchen dieses Buch mit nenzischen Abbildungen!“
Eunsub
Song, exegetische Beraterin für die nenzische Bibelübersetzung,
besuchte kürzlich unser Büro in Moskau. Sie war auf dem Weg
von Südkorea zu der nordsibirischen Stadt Salechard, wo sie schon
seit mehr als 6 Jahren lebt.
„Vor vier Jahren haben wir 2.000
Exemplare der Geschichten von Jesus auf Nenzisch gedruckt;
zusätzlich wurden Kassetten hergestellt, die mit dem Buch verteilt werden
sollten,“ sagte Eunsub. „Die nenzische Kirche hat die Bücher so schnell
verteilt, dass nur noch 1000 davon übrig waren, als die Kassetten kamen.
Den Leuten hat das Buch wirklich gefallen! Jetzt haben wir weder Bücher
noch Kassetten – daher haben wir weitere 1.000 Kassetten kopiert – und,
können Sie sich das vorstellen, sie wurden alle von den nenzischen
Gläubigen bezahlt!“
„Die erste Spende kam von der
ärmsten, aber treusten Babuschka (alten Dame) aus unserer Gemeinde,
Katja. Ich hatte sie zum Abendessen eingeladen, weil Freunde mir einige grosse
weisse Lachse geschenkt hatten, und Katja hat es auch wirklich gut geschmeckt.
Sie sang einige Lieder, sagte ein paar Psalmen auf, und als wir gebetet haben, betete
Sie für die Bibelübersetzung. Dann gab sie mir 1.000 Rubel (30 €) für
Kassetten!“
„Die nächste Spende kam von
meiner Freundin Nastja. Ihr Vater, Nikolai, ist blind und seine Sprachvermögen
ist infolge eines Schlaganfalls beeinträchtigt. Täglich hört er die
Geschichten von Jesus auf Kassetten. Immer wenn sie einen Gast zu Besuch
haben – und Nastja hat eine ganze Menge Gäste aus der Tundra und aus
anderen Dörfern – schaltet Nicolai den Kassettenrecorder an, und jeder Gast
muss sich das Band mit ihm zusammen anhören. Das ist sein Weg, Leuten
von Jesus zu erzählen, weil er ja nicht sprechen kann! Nastja sagte, die
Leute hätten geweint, während sie der Aufnahme gelauscht haben!
Sie gab mir 3.500 Rubel für weitere Kassetten. Insgesamt haben die
nenzischen Gläubigen 11.500 Rubel (330 €) für Kassetten gesammelt.
„Jetzt
haben wir also zusätzliche Kassetten – aber wir haben keine Bücher
mehr! Als ich die krimtatarischen und karakalpakischen Geschichten von
Jesus sah, war ich davon überzeugt, dass wir dieses Buch auch mit
nenzischen Abbildungen brauchen“, fuhr Eunsub fort. „Nicht vielen Nenzen
können lesen und schreiben und die Leute brauchen Bücher mit
Abbildungen. Der Stil der Abbildungen im ersten Buch war aber sehr russisch.
Wenn wir Abbildungen eines nenzischen Künstlers in einem grossformatigen
Buch hätten, wäre es viel besser! Mit unseren Büchern
erzählen wir den Menschen nicht nur von Gott, sondern wir helfen
ihnen auch, in ihrer Sprache zu lesen, sie zu bewahren und zu entwickeln.“
Sommerprojekt
Wir planen, 2.000 Exemplare der
Geschichten von Jesus im Grossformat mit Abbildungen eines nenzischen
Künstlers zu drucken. Bitte unterstützen Sie dieses Projekt mit
Ihrer Sommerspende an IBÜ Russland/GUS!
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Ref. Kirchgemeinde Hirzenbach, 8051 Zürich
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