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Januar
2010
Vor
zwei Jahren sind die funf Bucher Moses in eine der Turksprachen
Zentralasiens ubersetzt worden. Wegen der schwierigen Situation
im Land, in dem diese Sprache gesprochen wird, werden die
Bucher nur sehr langsam verteilt. Darum war es eine besondere
Freude, folgenden Bericht eines Mitarbeiters zu erhalten,
der in einem Nachbarland jenes Landes lebt. Dort gehoren
auch viele Menschen dieser Bevolkerungsgruppe an und sprechen
diese Sprache.
„Letzte Woche hatte ich Besuch von einem
jungen Mann. Wir gingen ins Esszimmer, und wahrend wir miteinander
sprachen, sah er die Kinderbibel meiner Tochter auf dem
Tisch liegen. Er offnete das Buch und sah das Bild, das
zeigt, wie Moses die Wasser des Roten Meeres teilt. Er sagte:
‚Ich kenne diese Geschichte!’ Da ich am Morgen im erwahnten
Pentateuch (die funf Bucher Moses) gelesen hatte, lag dieses
Buch neben der Kinderbibel. Ich offnete das Buch Exodus
und fragte ihn, ob er es lesen konne. Er war hochst uberrascht
zu sehen, dass es in seiner eigenen Sprache geschrieben
war, und antwortete: ‚Ja, ja ich kann es lesen.’ Er begann,
anfanglich noch sehr stockend, es vorzulesen und erklarte:
’Seit zehn Jahren habe ich nichts in meiner Muttersprache
gelesen.’ Wie er mit dem Lesen fortfuhr, konnte ich erkennen,
dass er den Abschnitt verstand. Er sagte: ‚Ich kann es verstehen,
es ist in meiner Sprache geschrieben!’ Er las weiter, bis
er nach etwa einer Stunde innehielt und erzahlte: ‚Meine
Freundin las fruher in einer russischen Bibel, doch dann
horte sie, dass sie dafur ins Gefangnis kommen konnte. So
gab sie es auf. Jetzt da ich es selber lesen kann, verstehe
ich, warum sie sich so sehr dafur interessierte. Das ist
das interessanteste Buch, das ich je gelesen habe. Das Buch
ist in meiner Sprache geschrieben, und es spricht zu meinem
Herzen, zu meiner Seele. Ich kann nicht genug davon bekommen!’
Als er die Geschichte vom Durchzug durch
das Rote Meer fertig gelesen hatte, erklarte ich ihm: ‚Du
bist einer aus einer Handvoll Menschen, die dieses Buch
je in deiner Muttersprache gelesen haben.’ Da erwiderte
er: ‚Wir brauchen alle Zugang zu diesem Buch.’ Ich sagte
ihm, dass er die Geschichte von Anfang an lesen sollte,
damit er den Sinn wirklich verstehen konne. So zeigte ich
ihm die Geschichte mit dem Passahmahl. Er las den Abschnitt
vom Passahlamm und vom Todesengel, der an den mit Blut bestrichenen
Turpfosten voruberging. Ich erklarte ihm, dass dies ein
Bild fur Jesus und sein Opfer fur uns sei. Es war sehr beeindruckend
zu sehen, wie Gottes heiliges Wort in seinem Herzen wirkte.
Die Worte trafen ihn und Tranen kamen ihm in die Augen.
Bei diesem Punkt sprang er auf, verabschiedete sich und
rannte aus dem Haus.
An den folgenden vier Abenden kam er wieder
zu uns heruber, und immer erklarte er: ‚Ich konnte es kaum
erwarten, hierher zu kommen, um mehr aus diesem heiligen
Buch in meiner Muttersprache zu lesen.’ Am Ende der Woche
entschied sich der junge Mann, ein Nachfolger Jesu Christi
zu werden. Ich danke Ihnen fur Ihre grosse Arbeit an der
Ubersetzung der funf Bucher Moses. Ihre Muhe ist nicht umsonst.“
Danke
fur Ihre Unterstutzung der Arbeit des IBU.
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