Dezember 2008
„Innerhalb eines Jahres
hatte ich das Injil* in meiner Muttersprache“
*Injil = Neues Testament
Im letzten Rundbrief im
Jahr 2008 wollen wir einen Bericht eines jungen Mannes
aus Zentralasien weitergeben:
„Ich
bin in eine traditionelle zentralasiatische Familie hinein geboren
worden. Obwohl unsere Grosseltern uns Kindern von der Existenz
Allahs erzählten, wurden wir auf sowjetische Art und Weise
erzogen. Ich war wie auch meine älteren Brüder
überzeugt, dass es keinen Gott oder Allah geben würde.
Für uns bedeutet die Familie sehr viel. Das Wort eines
älteren Bruders ist für die jüngeren Gesetz.“
„Als ich aus der Schule kam und über meinen weiteren Werdegang
entscheiden musste, interessierte sich einer meiner älteren
Brüder für geistliche Fragen. Jedes Mal, wenn er in den
Ferien von der Universität nach Hause kam, erzählte er
mir etwas Neues. Das erste Mal erzählte er mir über
fernöstliche Religionen. Das hörte sich sehr interessant
für mich an. Das nächste Mal hatte der Sport sein Interesse
geweckt. Beim folgenden Mal verstand ich, dass er ernsthaft den
Islam in Erwägung zog. Aber als er in seinen letzten Ferien
nach Hause kam, sah ich, dass er eine erhebliche Veränderung
durchgemacht hatte.“
„Es stellte sich heraus, dass er zum Glauben an Jesus Christus gefunden
hatte. Bis heute habe ich vor Augen, wie mein Bruder aus dem Wagen
meines Vaters stieg und seine Tasche aus dem Kofferraum nahm.
Der Blick meines Vaters fiel auf den Titel eines Buches:
„Die Bibel.“ Er sah meinen Bruder an und fragte: „ Wie! Hast
du etwa Deinen Glauben verraten?“ Mein Bruder antwortete: „Papa,
dieses Buch lehrt mich, Gott zu lieben, dich und Mutter zu ehren
und meine Brüder zu respektieren.“ Daraufhin sagte mein Vater:
„Wenn das der Fall ist, kannst du es lesen.“ An eben diesem Abend
erzählte mir mein Bruder alles, was er durch dieses Buch gelernt
hatte: über unsere Sündhaftigkeit und über den
Erlöser, der der Menschheit Leben und einen Sinn geben wollte.
In dieser Nacht kam ich zum Glauben an Jesus Christus. Als mein
Bruder in die Universität zurückkehrte, gab er mir seine
russische Bibel. Leider konnte ich damals nicht genug Russisch,
um das Buch durchzulesen.“
„Aber Gott tat ein Wunder: innerhalb eines Jahres hatte ich das
Injil in meiner Muttersprache! Jetzt wurde es für mich einfacher,
meinen Freunden über meinen Glauben zu erzählen, und wir
begannen das Injil gemeinsam durchzuarbeiten. Fast jeden Tag trafen
wir uns und diskutierten über dieses Buch. Mit der Zeit merkten
wir, dass unser Injil eine Überarbeitung benötigte. Das Buch
war in der Sowjetzeit ausserhalb des Landes übersetzt worden.
Es gab einige Wörter, die wir nicht verstanden und Verse, die
nicht richtig übersetzt worden waren. Das haben wir alles
herausgefunden, weil wir uns so oft trafen und Gottes Wort so
intensiv studierten.“
„Wir haben gesehen, dass Gott für uns sorgt. Es gibt Leute, die
Sein Wort in unsere Sprache übersetzen. Jetzt haben wir sehr
gute Übersetzungen von alttestamentlichen Büchern.
Wir hoffen sehr, dass wir bald eine moderne Version des Injil
haben werden. Wir sind bereit, so viel wie möglich dabei
zu helfen.“
Die Übersetzung der Bibel in einige zentralasiatische Sprachen
geht weiter. Bitte helfen Sie uns dabei, diese Arbeit fortzusetzen.
Mit den
besten Wünschen für Weihnachten und das Neue Jahr!
Danke für
Ihre Unterstützung der Übersetzungsarbeit von IBÜ.