18.12.09
I Diskussion
am runden Tisch uber das Neue Testament in modernem Tschuwaschisch
Am
18. Dezember 2009 fand im Tschuwaschischen Institut fur
Humanwissenschaften in Tscheboksary, der Hauptstadt von
Tschuwaschien, ein Gesprach am runden Tisch statt. Daran
nahmen tschuwaschische Schriftsteller, Linguisten, Journalisten
und Historiker teil. Das Gesprachsthema war das eben beim
Institut fur Bibelubersetzung erschienene Neue Testament
in modernem Tschuwaschisch. Die Ausgabe tragt das Impressum
der Russischen Akademie fur Wissenschaften, welches garantiert,
dass die Ubersetzung von guter Qualitat ist.
Die Teilnehmenden diskutierten Fragen der
Ubersetzungsgenauigkeit, Probleme der biblischen Begriffe
und die Moglichkeit, die Kinderbibel (IBT, 2006) und das
Neue Testament (IBT, 2009) bei der Vorbereitung eines tschuwaschischen
Lehrplans fur den Religionsunterricht einzusetzen. Ein weiteres
Gesprachsthema war der Zweck der Neuubersetzung des NT im
Blick auf die bereits existierende Ubersetzung von
I. Yakovlev und auf die bald bei der Russischen Bibelgesellschaft
erscheinende Ubersetzung der ganzen Bibel. Diese Bibel besteht
aus einer neuen Ubersetzung des Alten Testaments und einer
revidierten Fassung von Yakovlevs Neuem Testament.
Die Gesprachsteilnehmer schatzten die Qualitat
der neuen Ausgabe, ihre naturliche Sprache, ihre Originaltreue
und leichte Verstandlichkeit. Die allgemeine Ansicht kann
mit den Worten eines Teilnehmers ausgedruckt werden: „Die
tschuwaschischen Leser des 21. Jahrhunderts brauchen eindeutig
eine Neuubersetzung des Neuen Testaments in Verbindung mit
der bereits existierenden Ubersetzung von I.Yakovlev und
der ganzen Bibel, die bald zur Verfugung stehen wird...
Die neue Ubersetzung zeigt, wie sich die tschuwaschische
Sprache in den letzten hundert Jahren seit der ersten Herausgabe
des NTs verandert hat. Das ist ein Zeugnis fur die Entwicklungsfahigkeit
und die Uberlebenskraft der tschuwachischen Sprache.“
17.12.09
I Zweite
Auflage des „Kleinen Dunganisch-Russischen Worterbuchs“
Eine
zweite, verbesserte und erweiterte Version des „Kleinen
Dunganisch-Russischen Worterbuchs“ ist unter Mitwirkung
und mit der Unterstutzung des Instituts fur Bibelubersetzung
in Moskau erschienen. Das Worterbuch war in seiner ursprunglichen
Fassung durch Yusup Yanshansin, dessen 100. Geburtstag vor
kurzem in Bischkek gefeiert worden ist, zusammengestellt
worden. Dieses war das erste zweisprachige Worterbuch fur
die dunganische Sprache. Das Material dazu war wahrend vielen
Jahren durch Yanshansin aus mundlichen und schriftlichen
Quellen gesammelt worden.
Dunganisch ist ein Dialekt des Chinesischen.
Heutzutage erneuern die zentralasiatischen Lander aktiv
ihre Beziehungen zu China, und als Folge davon werden chinesische
Worter in ihre Sprachen aufgenommen. Bei der Vorbereitung
der zweiten Auflage dieses Worterbuchs sind sowohl chinesische
Worter als auch Lehnworter aus dem Arabischen, dem Iranischen,
dem Russischen und dem Turkischen aufgenommen worden, da
ein recht hoher Prozentsatz dieser Ausdrucke im modernen
Dunganisch gebraucht wird.
Das Buch tragt das Impressum des Instituts
fur historische und kulturelle Forschung der Akademie der
Kirgisischen Republik. Es richtet sich an Studenten des
Russischen und des Dunganischen.
10.12.09
I Das
Neue Testament in modernem Tschuwaschisch ist erschienen
I.
Yakovlev hat als Erster das Neue Testament ins Tschuwaschische
ubersetzt und 1911 herausgegeben. Diese Ubersetzung wird
immer noch durch die russisch-orthodoxe Kirche benutzt.
Als Erganzung dazu hat das IBT jetzt eine Ubersetzung des
Neuen Testaments in modernem Tschuwaschisch herausgegeben.
Diese ist hauptsachlich fur den personlichen Gebrauch bestimmt.
Das Buch enthalt ein Glossar der Schlusselbegriffe, Landkarten
und Fotos von biblischen Orten. Die Ausgabe tragt das Impressum
des Linguistischen Instituts der Russischen Akademie der
Wissenschaften.
Das grosse Ubersetzerteam bestand sowohl
aus einigen bekannten tschuwaschischen Autoren und Dichtern
als auch aus exegetischen Ratgebern und Ubersetzungsberatern
vom IBT und seinen Partnerorganisationen.
Das IBT Russland/GUS hat fruher schon zwei
Bucher in Tschuwaschisch herausgegeben: 2001 die vier Evangelien
und 2006 die illustrierte Kinderbibel. Nach dem Druck dieser
beiden Bucher sind in Zusammenarbeit mit dem Kulturministerium
Prasentationen fur die tschuwaschische Bevolkerung organisiert
worden. Die Ruckmeldungen, die wir sowohl von Spezialisten
als auch von gewohnlichen Lesern der Bucher erhalten haben,
sind bei der Neuubersetzung des Neuen Testaments berucksichtigt
worden.
24.11.09
I Jahrliches Gemeinschaftswochenende Das
jahrliche Gemeinschaftswochenende
der Internationalen IBT-Gemeinschaft fand vom 21. bis 24
November 2009 in Moskau statt. Der Anlass begann am 21.
November mit dem traditionellen „Tag der offenen Tur“, wo
alle Mitarbeitende von IBT Russland/GUS sich mit den Leuten
trafen, die ihre Arbeit unterstutzen. Wir hatten die Freude,
Vertreter von Organisationen in Danemark, Norwegen, England,
der Schweiz und den USA willkommen zu heissen. Wir waren
auch sehr glucklich, dass Teammitglieder des ossetischen
und des baschkirischen Projekts unter uns waren. Mit dem
Ziel, die verschiedenen Organisationen untereinander und
mit dem IBT Russland/GUS besser zu vernetzen, wurde eine
Internationale Vereinigung gegrundet. Diese hatte ihre erste
Sitzung am 22. November.
Wahrend des „Tages offen Tur“ wurde Marianne
Beerle-Moor eine zu ihren Ehren herausgegebene Festschrift
uberreicht. Deren Titel lautet „Die Leute verstanden das
Vorgelesene“. Das Buch enthalt neun durch IBT-Kollegen und
Vertreter von Partnerorganisationen geschriebene Artikel.
Die Herausgeber sind David J. Clark und Andrei S. Desnitsky.
18.11.
09 I Die
Kalmukische Republik uberreicht dem IBT Russland/GUS eine
Medaille „Fur
immer zusammen“, so lautet die Inschrift auf der Medaille,
die das IBT Russland/GUS am 16. November 2009 von der Kalmukischen
Republik erhalten hat. Die Worte beziehen sich auf die 400
Jahre, welche das kalmukische Volk in der Russischen Foderation
verbracht hat. Dieses Jubilaum wurde 2009 in Kalmukien ausgiebig
gefeiert. Vom 16.-18. November wurden auch in Moskau Feierlichkeiten
abgehalten, an denen sich 400 kalmukische Kunstler und Autoren
mit ihren russischen Kollegen an Konzerten, Ausstellungen
und Tagungen trafen.
Die Feiern in Moskau begannen mit einem
Treffen zwischen kalmukischen und russischen Schriftstellern.
Bei diesem Anlass wurde der kalmukischen Dichterin und IBT-Ubersetzerin
des Neuen Testaments und der Psalmen, Vera Schugraeva, ein
Ehrendiplom der Schriftstellerunion der Russischen Foderation
„fur ihren grossen Beitrag an die multikulturelle Literatur
in Russland“ uberreicht. Auf eine Verfugung des kalmukischen
Prasidenten hin, wurde die Direktorin von IBT Russland,
Marianne Beerle-Moor, mit einer Medaille der Kalmukischen
Republik fur die Arbeit des IBT an der Bibelubersetzung
in die kalmukische Sprache geehrt.
06.10.09
I Trainingskurs
fur neue Mitglieder von Bibelubersetzungsteams
Vom
30. September bis am 6. Oktober veranstaltete das IBT einen
Trainingskurs fur neue Team-Mitglieder. Angesprochen waren
Ubersetzer, sprachwissenschaftliche Redaktoren, Exegese-Berater
und Uberprufer in den jeweiligen Sprachregionen. Alle Teilnehmerinnen
und Teilnehmer waren Fachleute und Spezialisten in ihrer
Sprache:
Andi, Darginisch, Mari, Kumykisch, Komi-Perjakisch, Kabardinisch,
Lesgisch und Tatarisch. Schon bald werden sie das, was sie
auf dem Gebiet der Bibelubersetzung gelernt haben, in die
Praxis umsetzen konnen.
Der Kurs wurde im Rahmen des IBT-Ausbildungsprogramms
durchgefuhrt. Erfahrene Lehrer vom IBT, vom Institut fur
Linguistik (Russische Akademie der Wissenschaften) und der
Akademie „Legacy“ unterrichteten breitgefacherte Themen.
Die Teilnehmenden lernten die Geschichte der Bibelubersetzung
kennen und erhielten elementare Kenntnisse der Bibel und
der Sprachen, in denen die Bucher des Alten Testaments aufgeschrieben
worden sind. Die Einfuhrung in die wichtigeren Bucher der
Bibel zeigten die exegetischen Besonderheiten dieser Schriften,
ihre Strukturen und ihre literarischen Gattungen auf. Die
Kursteilnehmer wurden auch uber die grundlegenden Probleme,
denen sie moglicherweise bei der Ubersetzung dieser Schriften
begegnen wurden, informiert.
Am Ende des Kurses druckten die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer ihre Dankbarkeit fur den verstandlichen und
nachvollziehbar aufgebauten Unterricht und den Wechsel von
Theorie und Praxis aus. Sie fanden besonders die Lektionen
hilfreich, in denen die Ubersetzungstheorie in die Praxis
umgesetzt wurde.
Als nachstes plant das IBT einen besonderen
Einfuhrungskurs in das Alte Testament fur erfahrene Team-Mitglieder,
die an der Ubersetzung des Alten Testaments und an der Uberprufung
des Neuen Testaments arbeiten.
09.09.09 I Drei Bücher aus dem Alten
Testament auf Krimtatarisch veröffentlicht
Im September
2009 veröffentlichte das IBT „Tevrat“ (Das sind die Bücher Genesis, Exodus und
Deuteronomium) auf Krimtatarisch. Auf den Wunsch von Lesern hin wurde
entschieden, diese drei Bücher Mose sofort herauszugeben und nicht zu warten,
bis der Übersetzungsprozess für Levitikus und Numeri abgeschlossen ist.
Der erste Anlauf, die Bibel ins Krimtatarische zu übersetzen, fand von
1978-96 statt. 1999 bildete sich im Siedlungsgebiet eine Übersetzergruppe;
seitdem wurden mehrere Bibelbücher publiziert:
„Geschichten von Jesus“, mit Illustrationen eines nationalen Künstlers (2002), Die Prophetenbücher (2005), Überarbeitung des
Matthäusevangeliums (2006), Buch
der Sprüche und Buch Prediger (2007), Die vier Evangelien und die
Apostelgeschichte (2008).
Dieses Projekt wird in
Zusammenarbeit mit den Pioneer Bible Translators durchgeführt.
Den Krimtataren wurde 1989 erlaubt, wieder in die Krim zurückzukehren, nachdem
sie im Jahre 1944 nach Zentralasien und in andere Gebiete der Sowjetunion
deportiert worden waren. Bis jetzt sind mehr als 250‘000 Krimtataren wieder in
ihr Heimatland zurückgekehrt. Sie bemühen sich, sich wieder einzuleben, und
fordern trotz vieler sozialer und ökonomischer Hindernisse ihre nationalen und
kulturellen Rechte zurück, einschliesslich dem Recht, ihre eigene Sprache zu
sprechen.
03.09.09
I
Das
1. und 2. Buch der Könige wird in der Adygei-Sprache
veröffentlicht
Die Adygäer (129‘000) leben in der
adygäischen Teilrepublik der Russischen Föderation, nordwestlich des Kaukasus.
Sie sind hauptsächlich sunnitische Muslime.
Das 1. und 2. Buch der Könige ist die
bis jetzt fünfte gesonderte Publikation aus dem Alten Testament, die vom IBT in
der adygäischen Sprache herausgegeben wurde.
Frühere Publikationen: 1. / 2. Buch
Samuel (2002), Genesis ( 2005), Ruth, Esther und Jona (2006), Psalmen (2007), Das
Neue Testament (1991).
Die neue Ausgabe enthält sechs
Illustrationen, die ein bekannter adygäischer Künstler eigens dafür geschaffen
hat. Die Mitglieder des Übersetzerteams setzen ihre Arbeit am Alten Testament
fort. Einer der Übersetzer sagte: „Ich möchte gerne, dass mein Volk dieses
schöne Buch lesen kann und von der Güte Gottes erfährt.“
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit SIL durchgeführt.
09.08.09 I
Internationaler Tag der indigenen Volker
Der
Internationale Tag der indigenen Volker wird jedes Jahr
am 9. August begangen. Dieser Gedenktag wurde 1994 von der
UNO-Generalversammlung eingefuhrt, um auf die Rechte der
indigenen Volker aufmerksam zu machen, ihre Kultur und Traditionen
zu erhalten und zu starken und ihre Entwicklung in Ubereinstimmung
mit ihren eigenen Bedurfnissen und Bestrebungen zu fordern.
In der Sowjetunion wird dieser Tag sehr
beachtet und, besonders in den nordlichen Regionen, jedes
Jahr mit zahlreichen Aktivitaten gefeiert. Das ist ein informeller
Weg, um bei weiteren Kreisen das Interesse fur diese Volker
zu wecken. In diesem Jahr fanden viele grosse Feiern in
der Region von Murmansk, in der Region Primorje, in Kamtschatka,
in Taimyr und in vielen anderen Gebieten statt.
Indigene Sprachen helfen, kulturelle Systeme,
Weltanschauungen, Identitaten und spezifische Charakteristika
von ganzen Gemeinschaften zu ubermitteln. Zudem vermitteln
sie unersetzbares Wissen und Traditionen. Im 21. Jahrhundert
gerat das Uberleben dieser Sprachen jedoch immer mehr unter
Druck, einerseits wegen der verschiedenen Prozesse, welche
das moderne Leben mit sich bringt, andererseits wegen der
ungenugenden Unterstutzung fur deren Schutz und Forderung.
Experten meinen, dass mehr als die Halfte aller Sprachen
in der zunehmend globalisierten Welt bedroht sind.
Weil wir hauptsachlich fur die indigenen
Volker Russlands arbeiten, ist dieser Gedenktag auch ein
besonderer Tag fur unser Institut. Unsere Veroffentlichungen
in Dolganisch, Korjakisch, Nanaisch, Nganasanisch, Nenzisch,
Tschuktschisch, Ewenkisch und Ewenisch und in vielen weiteren
Sprachen sind ein Geschenk fur diese Volker. Weil ihre Sprache
und ihr spirituelles Erbe die Grundlage unserer Arbeit ist,
geben wir Impulse fur deren Aufleben und Entwicklung. Bibelubersetzungen
offnen neue Horizonte: Sie heben eine Sprache uber den funktionalen
Status hinaus, entwickeln deren grammatikalische Struktur
und bereichern den Wortschatz; sie bieten neue Moglichkeiten
in der Ausbildung und in der Forderung von Sprache und Literatur
ebenso wie fur das akademische Studium und die Forschung;
sie heben den Status der Muttersprache und steigern den
kulturellen Reichtum der Volker.
Wir gratulieren unseren Kolleginnen und
Kollegen in den Ubersetzungsprojekten zu diesem Gedenktag
und wunschen ihnen erfreuliche Entwicklungen in ihrem Leben
und das Erreichen ihrer Ziele.
Die Mitarbeitenden von IBT Moskau
03.07.2009 I Multimedia-Projekt
“Geschichten uber Jesus Christus”
Geschichten
uber Jesus Christus sind Teile aus dem Neuen Testament,
die fur das beliebte Buch „Die Kinderbibel“ vom Institut
fur Bibelubersetzungen ubersetzt worden sind. Es ist eine
Sammlung von nacherzahlten Geschichten und von Bibelzitaten.
Die „Geschichten uber Jesus Christus“ wurden
zuerst auf Russisch veroffentlicht und dann auf Kurmandschi
(Nordkurdisch), Krimtatarisch, Karakalpakisch und Nenzisch
ubersetzt. Fur einige der Publikationen wurden Illustrationen
lokaler Kunstler verwendet. 2002 wurde das Buch von Roin
Kondzhariy ins Georgische ubersetzt und von David Popiashvili
illustriert.
David Popiashvili schuf mehr als 30 Bilder,
die das irdische Leben von Jesus Christus darstellen. Das
Buch wurde nicht nur bei den georgischen Lesern beliebt,
es fand auch bei den russischen und europaischen Lesern
Anklang. Das wichtigste Konzept des Projekts war, die Illustrationen
und den Text als Ganzes zu sehen. Daher ging leider fur
jene, die den georgischen Text nicht verstanden, eine Dimension
verloren.
So wurde die Idee geboren, den Text gleichzeitig
in drei Sprachen nebeneinander zu veroffentlichen: auf Georgisch,
auf Russisch und auf Englisch. Anna-Lena Hansson ubersetzte
den Text ins Englische.
Die moderne Informationstechnologie eroffnet
der kreativen Fantasie neue Moglichkeiten, und so wurde
der ursprunglichen Idee ein neuer Aspekt hinzugefugt: Es
wurden Tonaufnahmen von den Texten gemacht. Nun ist es nicht
nur moglich, sich an den Bildern zu erfreuen und den Text
auf Englisch, Georgisch und Russisch zu lesen, man kann
den Text auch in den drei Sprachen horen.
01.07.09
I
Das
„Forum der Bibel-Agenturen International“ brachte
die Webseite “Finde eine Bibel” heraus
Das
Forum der Bibel-Agenturen (FOBAI)
hat FindABible.net
herausgebracht, eine innovative und interaktive Webseite,
die einen einfachen Zugang zu 15,000 biblischen Texten in
mehr als 2,000 Sprachen bietet. FindABible.net bietet die
umfassendste und aktuellste Datenbank von Bibeln und Bibelteilen
in gängigen wie auch in wenig verbreiteten Sprachen.
Viele der auf dieser Webseite aufgeführten biblischen
Bücher, waren bis jetzt noch nicht im Internet zugänglich.
Mit FindABible.net
haben die Benutzer die Möglichkeit, von einer einzigen
Adresse aus Bibeln zu suchen, herunterzuladen, anzuschauen
oder anzuhören, da sich weiterführende Links von
Mitgliedern des Forums der Bibel-Agenturen auf dieser Seite
finden.
Wollte man
früher eine Bibel in einer bestimmten Sprache finden, musste man unzählige
Webseiten durchstöbern, die jeweils nur eine beschränkte Zahl von
Bibelpublikationen zum Kauf oder zum Online-Lesen anboten. Die Benutzer konnten
nur raten, welche Produkte eine Agentur anbietet, und mussten diese
kontaktieren, um herauszufinden, ob das gesuchte Produkt wirklich im Angebot
sei und wie eine Kopie davon zu erhalten wäre. Jetzt kann man mit FindABible.net nur den Namen einer Sprache
eingeben, und mit einem Mausklick sind Links zu den entsprechenden
Bibelprodukten in Reichweite.
Die
Weltgemeinschaft wird immer abhängiger vom Internet.
Wenn man bei der Suche nach der Bibel in einer bestimmten
Sprache im Internet keinen Treffer erzielte, oder wenn man
zwar eine Übersetzung fand, aber keine Angaben über
Bestellmöglichkeiten dabei waren, lag die Vermutung
nahe, dass diese nicht existieren, und die Suche wurde aufgegeben.
Das Forum hat diese Lücke erkannt. Es benutzt die neuste
Technologie und hat viel in eine einzigartige, umfassende
Datensammlung investiert. So ist eine Webseite entstanden,
die der Allgemeinheit eine Fülle an Informationen eröffnet.
09.07.09 I Der Leiter des
Aussenamtes des Moskauer Patriarchats, Erzbischof Ilarion von
Volokolamsk,
empfing eine Delegation vom Institut für
Bibelübersetzung (IBÜ)
Am 9. Juli fand im Aussenamt des Moskauer
Patriarchats unter der Leitung von Erzbischof Ilarion von Volokolamsk ein
Treffen mit dem Institut für Bibelübersetzung statt. Am Treffen nahmen
folgende Personen teil: Der Sekretär der synodalen Bibelkommission des
Patriarchats und Direktor der Synodalen Bibliothek, Erzpriester Boris
Danilenko; der leitende Bibliograph der synodalen Bibliothek und Vorsitzende
des Vorstandes des IBÜ, Erzpriester Alexander Troitskiy; die Direktorin
des IBÜ, Frau Marianne Beerle-Moor; die stellvertretende Direktorin, Frau
Natalya Gorbunova; der Übersetzungsberater des IBÜ, Herr Andrei Desnitskiy und
der exegetische Berater, Herr Alexej Somov.
Im Verlauf des Gesprächs wurden die erreichten Ziele und
die Pläne des IBÜ diskutiert. Das IBÜ ist eine konfessionsungebundene
Organisation, die im Jahr 1973 in
Stockholm gegründet worden ist. Die russische Organisation,
das "Institut für Bibelübersetzung", wurde vor fast 15 Jahren in
Moskau registriert. Sie hat ihren Sitz im dem Patriarchen unterstellten
ehemaligen St. Andreas-Kloster. Das IBÜ arbeitet eng mit der synodalen
Bibelkommission der russisch-orthodoxen Kirche zusammen.Das Institut
koordiniert und veröffentlicht die Übersetzung der Bibel in 65 nichtslawische
Sprachen Russlands und der anderen GUS-Staaten. Im Lauf der Jahre hat das IBÜ
eine kooperative Beziehung zu vielen Bistümern und zu den synodalen Abteilungen
der russisch-orthodoxen Kirche aufgebaut.
29.06.09 I
Das
Lukasevangelium, das Buch Ruth und Jona
auf Kabardinisch veröffentlicht
Die Kabardiner leben in der Kabardino-Balkarischen Republik
im Nordkaukasus.
IBÜ Stockholm veröffentlichte das Neue Testament
auf Kabardinisch erstmals in 1993 und eine leicht revidierte Auflage in 2007.
Auf Wunsch der Gläubigen vor Ort für einen besser verständlichen Text,
initierte IBÜ Moskau eine gründliche Überarbeitung des
Lukasevangeliums. Diese neue Übersetzung ist nun mit einer Auflage von 1,500 erschienen.
Das
Team arbeitet jedoch hauptsächlich an der
Übersetzung des Alten Testamentes.
Erstmals in dieser Sprache sind nun auch zwei alttestamentliche
Bücher erschienen, Ruth und Jona, ebenfalls in einer
Auflage von 1,500.
Die beiden Publikationen erreichten das Büro in Moskau
Ende Juni.
27.04.09
I
Die
Kinderbibel auf Lesginisch
Im April 2009 gab das Institut für
Bibelübersetzung die Übersetzung der Kinderbibel ins Lesginische heraus. Es
handelt sich hierbei um die 39. Übersetzung dieses Buches und um die erste
Übersetzung in eine der vielen Sprachen der zu Russland gehörenden direkt am
kaspischen Meer gelegenen nordkaukasischen Republik Dagestan.
Die
etwa 500.000 Lesgier stellen die zweitgrößte
Volksgruppe dar, die in Dagestan vertreten ist. Etwa die
Hälfte von ihnen lebt jedoch im südlich angrenzenden
Aserbaidschan. Die Übersetzung erfolgte in die lesginische
Literatursprache, die auf einem der dagestanischen Dialekte
gründet. Während des Übersetzungsprozesses
wurde jedoch darauf geachtet, dass der Text ebenfalls für
die Sprecher der anderen Dialekte die
Übersetzung
verständlich ist, auch wenn sie keinen Kontakt zum
Standartdialekt haben oder die Literatursprache im Schulunterricht
kennen gelernt haben.
Die Kinderbibel, eine Sammlung von biblischen
Erzählungen, war zunächst auf Russisch erschienen und wurde für viele Menschen
zum ersten Schritt beim Kennenlernen der Heiligen Schrift. Jede der Geschichten
ist mit einer farbigen Abbildung versehen. Im Anhang finden sich Fotografien
biblischer Orte und Karten. Ein Grußwort des früher in diesem Jahr verstorbenen
Patriarchen von Moskau Alexei II. steht am Anfang des Buches. Eine Lesgierin,
die in einer Schule in Machatschkala als Lehrerin arbeitet, verwendet die russische
Kinderbibel im Unterricht und bezeichete sie als das beste Lehrmittel.
Die Arbeit an der Übersetzung
der Kinderbibel ins Lesginische hat eine lange Geschichte. Über 10 Jahre
arbeitete ein Team in wechselnder Besetzung an der Übersetzung. In dieser Zeit
wurde die russische Vorlage gründlich überarbeitet. Die daraus resultierenden
Änderungen mussten dann natürlich auch in die lesginische Übersetzung
eingearbeitet werden.
Die zunächst einmal verhältnismäßig kleine Startauflage von 2.000
Exemplaren soll in den nächsten Tagen die dagestanische Hauptstadt
Machatschkala erreichen. Dort wird sie an Kirchen, Bibliotheken und Schulen
verteilt. So sollen möglichst viele Kinder und auch Erwachsene mit diesem
schönen Buch und seiner Botschaft in Kontakt kommen.
26.03.09
I
Die
Bücher 1. Mose und Sprüche auf Kumykisch erschienen
Am
26. März kamen die ersten Exemplare des 1. Buches Mose
und des Buches der Sprüche aus der Druckerei in Machatschkala
an. Kumykisch ist eine Turksprache, die von etwa 423.000
Menschen in Dagestan gesprochen wird, einer Republik am
westlichen Ufer des kaspischen Meers in Südrussland.
Das kumykische Neue Testament erschien im März 2007.
Die beiden jetzt veröffentlichten Bücher sind
die ersten alttestamentlichen Bücher, die auf Kumykisch
herausgegeben
worden sind. Jetzt
setzt das Team seine Arbeit mit
der Übersetzung der Psalmen fort.
„Ich preise
den Herrn, dass auch Teile des Alten Testaments in meine Sprache übersetzt
werden – dafür habe ich lange gebetet“, sagte eine kumykische Frau, die das Institut
für Bibelübersetzung vor einigen Monaten besucht hat.
22.01.09
I Die
Kinder-Bibel auf Tatarisch
Die
Kinder-Bibel von IBÜ ist jetzt in 36 Sprachen herausgekommen,
von denen die meisten in Russland und anderen GUS-Ländern
gesprochen werden. Die letzte Ausgabe ist die Tatarische,
sie wurde in Kazan, der Hauptstadt der Tataren gedruckt.
Das Buch trägt den Titel "Seiten von der Heiligen Schrift".
Auf dem Umschlag sind die verschiedenen Teile der Bibel
angegeben, die der moslemischen Leserschaft bekannt sind:
Pentateuch, die Psalmen, die Propheten und das Neue
Testament.
Da
andere Kinderbücher auf Tatarisch sehr schnell verteilt
worden sind, glauben wir, dass dieses neue Buch auch eine
grosse Nachfrage haben wird. 3500 Exemplare wurden gedruckt.
Um die Verteilung kümmern sich hauptsächlich die
Kirchen. Je
einige Exemplare wurden an alle Bibliotheken und Gefängnisse
in Tatarstan geschickt. Die
Übersetzungsarbeit der tatarischen Bibel geht
weiter. Das Neue Testament wurde 2001 und der Pentateuch
2007 von IBÜ herausgegeben. In zwei bis drei
Jahren wird die ganze Bibel druckbereit sein.
16.12.09
I Neue
Ausgabe des Neuen Testaments auf Jakutisch
Auf
Wunsch vieler Leute in Jakutien hat das IBU eine neue Ausgabe
des Neuen Testaments auf Jakutisch veroffentlicht. Die 10.000
Kopien der Erstausgabe (2004), waren nicht genug fur die
halbe Million Jakuten. Die Bucher wurden schnell verteilt
und werden jetzt nicht nur zuhause, sondern auch in den
Kirchen von Jakutien gebraucht. Deshalb
wurden weitere
8.000 Kopien gedruckt.
Gerade
rechtzeitig fur das
Neujahr kamen sie in Jakutien an.
Nach der Veroffentlichung der Erstausgabe des Neuen
Testaments wurde die Ubersetzungarbeit der Psalmen begonnen. IBU
plant, dieses bedeutende Buch der Bibel noch in diesem Jahr zu veroffentlichen.
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