08.12.08
I
Seminar über die abschliessenden Arbeiten für die
Veröffentlichung der ganzen Bibel
Vom 2. – 6. Dezember fand in der Nähe von Moskau ein
Seminar über die abschliessenden Schritte bei einer Bibelübersetzung statt.
Sechs Teams nahmen daran teil. Alle befinden sich auf der letzten Etappe der
Arbeit an ihrer jeweiligen Übersetzung der Bibel. Vertreten waren Sprachen
einiger zentralasiatischer Völker, die von mehreren Millionen gesprochen
werden, aber auch Sprachen einiger kleinerer Volksgruppen wie z.B. den
sibirischen Tuwinen.
Es gab Lektionen zu den unterschiedlichsten Themen,
wie z.B. dem Erstellen einer Einleitung in die Bibel, der Einheitlichkeit von
Schlüsselbegriffen, dem Prüfen mit Hilfe des Computerprogramms Paratext, dem
Erstellen eines Erklärungswörterbuchs und einer Konkordanz und dem Einfügen von
Parallelstellen. Verschiedene andere Fragen wurden ebenfalls diskutiert,
einschliesslich der Revidierung des Neuen Testaments im Licht des Alten
Testaments, der stilistischen Prüfung der ganzen Bibel und eine Anzahl von
Fragen, die für die Veröffentlichung von Belang sind, wie den Schriftgrössen
und den Anhängen. Unter den Dozenten waren Übersetzungsberater von IBÜ, den
Vereinigten Bibelgesellschaften und den Wycliff-Bibelübersetzern (SIL).
Die Veröffentlichung von sechs vollständigen Bibeln in
den kommenden Jahren ist der Höhepunkt von zwei Jahrzehnten intensiver Arbeit
dieser Übersetzungsteams.
11.11.08
I
Offizielle Präsentation der Bibelübersetzungen
in die Sprachen Dagestans
Am
11. November
2008 wurden in einem Festakt die Neuen Testamente auf
Awarisch und Kumückisch und Bibelteile
in 10 weiteren Sprachen Dagestans der Öffentlichkeit
präsentiert. Die Veranstaltung
fand im Gebäude der Akademie
der Wissenschaften in der
dagestanischen
Hauptstadt Machatschkala
im Süden Russlands
statt. Bei den 10 weiteren
Sprachen handelt es sich um: Tabassaranisch, Lesginisch, Lakisch,
Darginisch, Zachurisch, Rutulisch, Agulisch, Beschtinisch,Kubatschinisch und Andisch.
Viele
Redner traten in dem gut gefüllten Konferenzsaal der
Akademie ans Mikrofon. Professor Gadschi Gamsatow, der 1991
mit dem Gründer des IBÜ, Borislav Arapovic, ein
Abkommen über die Übersetzung der Bibel unterze ichnet
hatte, erinnerte sich: „Am Anfang gab es nicht wenig
Widerstand, aber das hat sich jetzt beruhigt und die Arbeit
wird akzeptiert. Alle sind dankbarund freuen sich über
die Neuen Testamente auf Awarisch und Kumückisch. Ich
ermuntere Sie, dieses Buch zu lesen. Lesen Sie es! Unsere
Kultur ist durch die Bibel bereichert worden.“
„Das Christentum wurde bereits im 1. Jahrhundert in Dagestan verbreitet, der Islam kam erst später,” sagte
der neue Direktor der Akademie der Wissenschaften. „Daher gehört die
Übersetzung der Bibel zu unserer Kultur und zu unserer Zukunft.“ „Für unsere
Studenten sind diese Neuen Testamente ein exzellentes Studienmaterial“, sagte
der Rektor eines muslimischen theologischen Instituts. „Aber ich muss Sie davor
warnen, dass die Weltanschauung des Christentums sich von der des Islam
unterscheidet. Nichtsdestotrotz, wir vertrauen Professor Gamsatow, dass er die
richtigen Dinge tut und dass diese Bücher für unser Land
nützlich sein werden.“
Als sich am Schluss der Veranstaltung jeder ein Buch
vom Ausstellungstisch nehmen durfte, stürmten viele der Anwesenden nach vorne. Die Bücher waren schnell
verschwunden.
27.10.08
I
Am 27. Oktober wurde die Kinderbibel auf Chakassisch in
Abakan, der Hauptstadt Chakassiens, präsentiert
Am
Vormittag hatte die Zentrale Kinderbibliothek ein besonderes
Fest für die jungen Leser in einem chakassischen Internat
organisiert. Ein Vertreter des Kulturministeriums sprach
über die wichtige kulturelle Bedeutung der Kinderbibel.
Anschliessend erzählte
N.
Gorbunowa vom IBÜ den Kindern, dass dieses Buch auch
schon in v iele
andere Sprachen Sibiriens
übersetzt worden ist –
ins Tuwinische, Schorische, Altai, Burjatische, Ewenkische
–
und
dass sie oft in Schulen Verwendung findet. Ein Priester
der Diözese Abakan betonte, wie wichtig es für
Kinder ist, die Heilige Schrift kennen zu lernen. Die Übersetzer
Ilja Topoew und Tatiana Borgojakowa erläuterten anhand
von Beispielen einige Schwierigkeiten bei der Bibelübersetzung,
und Professor Karpow, der sprachliche Lektor der Übersetzung,
sprach über die Notwendigkeit, Versuchungen zu widerstehen,
und wie die Bibel den Kindern dabei helfen kann.
Trotz der Kürze der Veranstaltung glauben wir, dass
es eine wirkliche Begegnung zwischen den Kindern und dem
Buch gab, das ihnen die Tür zur Welt der Bibel eröffnen
wird. Für die Lehrer wird die Kinderbibel in ihrem
Unterricht über Weltliteratur, Geschichte und Kunst
hilfreich sein.
Am
Nachmittag fand in der Nationalbibliothek von Chakassien
eine weitere Präsentation mit Teilnehmern aus wissenschaftlichen
und kulturellen Kreisen Abakans statt. Alle Sprecher
dankten dem IBÜ; für das Geschenk der
Kinderbibel und betonten deren wichtige Bedeutung für
die kulturelle und geistliche Entwicklung
der chakassischen Gesellschaft, und besonders für die
Kinder, die mit diesem Buch in Kontakt
kommen. Die gesamte Auflage von 3.000 Exemplaren wurde der
Republik Chakassien geschenkt.
29.09.08
I
Konferenz zum Thema „Die Bedeutung der
Bibelübersetzung bei der Erhaltung und Entwicklung der Sprachen
der Völker Russlands und der GUS“
V om
24. bis 26. September 2008 veranstaltete das Institut für
Bibelübersetzung gemeinsam mit dem Moskauer Institut
für Sprachwissenschaften der Russischen Akademie der
Wissenschaften eine Konferenz zum Thema „Die Bedeutung
der Bibelübersetzung bei der Erhaltung und Entwicklung
der Sprachen der Völker Russlands und der GUS.“
Дагестана, а An
der dreitägigen Konferenz nahmen Sprachwissenschaftler,
Übersetzer, Soziologen, Bibelwissenschafter und Historiker
aus ganz Russland, der GUS und aus verschiedenen anderen
Ländern Teil. Neben rein me thodologischen
Fragestellungen des Übersetzens wurden auch dessen
soziologische, religionswissenschaftliche und kulturelle
Aspekte beleuchtet.Die Referenten berichteten von ihren
Erfahrungen bei der Übersetzung der Bibel in die Sprachen
der Völker auf dem Gebiet Russlands und der GUS.
Der
Beitrag der Bibelübersetzungen zur Erhaltung und Entwicklung
von Sprachen wurde in vielen Vorträgen thematisiert.
In Zeiten, in denen die Sprachen kleinerer Volksgruppen mit
bedenklicher Geschwindigkeit aussterben, bleibt die Bibel
oft als einziges Schriftdenkmal der Sprache erhalten und
wird nicht nur als religiöser Text wahrgenommen, sondern
auch als normatives Modell und Quelle für die Anreicherung
des lexikalisch-phraseologischen Systems. Die Bibelübersetzung
regt die Sprachentwicklung und das Interesse der Sprecher
für die eigene Sprache an und erhöht ihr Ansehen,
was wiederum zu einer Belebung und Erneuerung der Kultur
führt.
Die vom IBÜ
gefertigten Übersetzungen der Bibel in vom Aussterben bedrohte
Sprachen waren Thema des Vortrages von M. Beerle-Moor. Unter anderem
berichtete sie von einem Fall aus jüngster Zeit, in denen eine
Sprache durch die Bibelübersetzung vor dem Verschwinden bewahrt
wurde, und von einer unlängst entdeckten kaukasisch-albanischen
Handschrift auf Altudinisch, einer Sprache der lesginischen Gruppe
der nacho-dagestanischen Sprachen.
Viele Übersetzer
beleuchteten die praktische Seite des Bibelübersetzens.
G. W. Kostochakow berichtete vom grossen Nutzen des
schorisch-russischen Wörterbuches, das
Im Sommer 2008 erschienen die vier Evangelien und die
Apostelgeschichte zum ersten Mal auf Krimtatarisch.
Die Halbinsel Krim ist die historische Heimat der
Krimtataren. 1944 wurden sie jedoch der Kollaboration mit den Nazis beschuldigt
und nach Zentralasien und in andere Regionen der Sowjetunion deportiert. Viele
starben an Krankheiten und Mangelernährung. Lange Zeit wurden die Krimtataren
nicht als eigenständige ethnische Gruppe anerkannt und aller Rechte, darunter
des der Reisefreiheit, beraubt. Erst 1989 gestattete ihnen die Sowjetunion, auf
die Krim zurück zu kehren. Heute sind etwa 250.000 Krimtataren wieder in ihrer
Heimat und versuchen, ihr Leben erneut in geordnete Bahnen zu lenken und ihre
nationalen und kulturellen Rechte zurück zu gewinnen. Dazu zählt trotz vieler
sozialer und ökonomischer Hindernisse auch der Gebrauch ihrer Sprache.
Der erste Versuch, die Bibel ins Krimtatarische zu
Übersetzen, fand in den Jahren 1978-1996 statt. 1999 wurde vor Ort ein
Übersetzerteam gebildet. Seitdem erschienen mehrere Bibelbücher („Geschichten
über Jesus“ mit Illustrationen eines nationalen Künstlers 2002; ein Buch über
die Propheten 2005; eine Überarbeitung des Matthäusevangeliums 2006 und ein
Buch mit den Sprüchen Salomos und Prediger im Jahr 2007). Die Arbeit erfolgt in
Kooperation mit den Pioneer Bible Translators und der ukrainischen
Bibelgesellschaft.
Die Krimtataren hungern nach spiritueller Literatur,
und die bisher veröffentlichten Bücher wurden gut aufgenommen. Wir wünschen uns,
dass die vier Evangelien und die Apostelgeschichte sich als Segen für die
Krimtataren erweisen.
in die schorische Ausgabe
der Evangelien aufgenommen wurde. M. I. Magomedow betonte die grosse
Rolle, die die Bibelübersetzung in bislang schriftlose Sprachen
für die Beherrschung der Sprache durch die Bevölkerung spielt.
19.09.08
I Das erste Neue
Testament auf Awarisch
Am
19. September 2008 trafen die ersten Exemplare des Neuen
Testaments auf Awarisch im Moskauer Büro des IBÜ ein.
Die Awaren (etwa 800.000) stellen die grösste
Bevölkerungsgruppe im nordkaukasischen Dagestan.
Einige Awaren leben auch in Aserbaidschan und in der
Türkei. Dies ist das erste Neue Testament in ihrer
Sprache - ein historisches Ereignis! An der Übertragung
des Textes arbeitete das Übersetzerteam 17 Jahre lang.
Das
Awarische gehört zur nordostkaukasischen Sprachfamilie und
dient den verschiedenen ethnischen Gruppen im zentralen Dagestan
als Verständigungssprache. Die Awaren begannen bereits im
17. Jahrhundert mit der Verschriftung ihrer Sprache - früher
als
jede andere Volksgruppe in Dagestan.
Gemeinsam mit anderen ethnisch verwandten Völkern waren
die Awaren Teil eines der ersten bekannten christlichen Staaten,
des kaukasischen Albanien. Seit dem 4. Jahrhundert fand das
Christentum unter ihnen weite Verbreitung. Im Mittelalter
gelangten die Awaren unter den Einfluss des Islam, und ihr
Leben wie auch ihre Kultur durchlief eine weitreichende
Islamisierung. Heute sind sie sunnitische Muslime.
Mit dem Johannesevangelium veröffentlichte das IBÜ 1979
das erste biblische Buch auf Awarisch; in der Folge erschienen
dann 1996 das Matthäusevangelium, 2000 das Lukasevangelium
und die Apostelgeschichte und 2005 die Sprüche Salomos. Die
Übersetzungsarbeit an anderen Teilen des Alten Testaments
geht weiter.
Im November 2008 werden die bisher veröffentlichten
Übersetzungen der Bibel in zwölf Sprachen Dagestans
gefeiert: das Neue Testament auf Awarisch und Kumykisch,
Bücher des Neuen und Alten Testaments auf Tabassaranisch,
Lesginisch, Lakisch, Darginisch, Zachurisch, Rutulisch, Agulisch,
Beschtinisch, Kubatschinisch und Andisch. Die Veranstaltung wird
vom IBÜ und dem Institut für Sprache, Literatur und
Kunst der Akademie der Wissenschaften in Dagestan organisiert
und findet in der dagestanischen Hauptstadt Machatschkala statt.
12.09.08
I Die Kinderbibel auf Chakassisch
Im
September 2008 veröffentlichte das Institut für
Bibelübersetzung die Kinderbibel auf Chakassisch. Es ist
die fünfunddreissigste Übersetzung der Kinderbibel des
IBÜ, die zum ersten Mal vor 25 Jahren auf Russisch erschienen
ist. Seitdem ist dieses Buch in mehrere nichtslawische Sprachen
Russlands und der GUS übersetzt worden. Für viele
Menschen wurde es zum ersten Schritt beim Kennenlernen der
Heiligen Schrift.
Die
Übersetzung der Kinderbibel ins Chakassische begann
2002 und wurde von einem fünfköpfigen Team ausgeführt;
vier der Übersetzer waren Chakass en.
Die erste Auflage von 3.000 Exemplaren ist bereits in Chakassien angekommen.
Die Bücher werden nun in Büchereien, Schulen und
Kirchen verteilt, damit möglichst viele Leser die Möglichkeit
haben, dieses neue, wunderschön illustrierte Buch auf
Chakassisch kennen zu lernen.
Im Oktober wird es eine offizielle Präsentation der
Kinderbibel in Abakan, der Hauptstadt Chakassiens geben, in einer
gemeinsamen Veranstaltung des IBÜ und des Kulturministeriums,
sowie des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft der Republik
Chakassien. Der erste Teil der Veranstaltung wird in einem chakassischen
Internat stattfinden, für den zweiten ist eine Diskussion mit
Schriftstellern, Lehrern und anderen Vertretern der chakassischen
Gesellschaft geplant.
16.06.08
I
Die vier Evangelien
und die Apostelgeschichte auf Krimtatarisch
Im Sommer 2008 erschienen die vier Evangelien und die
Apostelgeschichte zum ersten Mal auf Krimtatarisch.
Die Halbinsel Krim ist die historische Heimat der
Krimtataren. 1944 wurden sie jedoch der Kollaboration mit den Nazis beschuldigt
und nach Zentralasien und in andere Regionen der Sowjetunion deportiert. Viele
starben an Krankheiten und Mangelernährung. Lange Zeit wurden die Krimtataren
nicht als eigenständige ethnische Gruppe anerkannt und aller Rechte, darunter
des der Reisefreiheit, beraubt. Erst 1989 gestattete ihnen die Sowjetunion, auf
die Krim zurück zu kehren. Heute sind etwa 250.000 Krimtataren wieder in ihrer
Heimat und versuchen, ihr Leben erneut in geordnete Bahnen zu lenken und ihre
nationalen und kulturellen Rechte zurück zu gewinnen. Dazu zählt trotz vieler
sozialer und ökonomischer Hindernisse auch der Gebrauch ihrer Sprache.
Der erste Versuch, die Bibel ins Krimtatarische zu
Übersetzen, fand in den Jahren 1978-1996 statt. 1999 wurde vor Ort ein
Übersetzerteam gebildet. Seitdem erschienen mehrere Bibelbücher („Geschichten
über Jesus“ mit Illustrationen eines nationalen Künstlers 2002; ein Buch über
die Propheten 2005; eine Überarbeitung des Matthäusevangeliums 2006 und ein
Buch mit den Sprüchen Salomos und Prediger im Jahr 2007). Die Arbeit erfolgt in
Kooperation mit den Pioneer Bible Translators und der ukrainischen
Bibelgesellschaft.
Die Krimtataren hungern nach spiritueller Literatur,
und die bisher veröffentlichten Bücher wurden gut aufgenommen. Wir wünschen uns,
dass die vier Evangelien und die Apostelgeschichte sich als Segen für die
Krimtataren erweisen.
15.05.2008
| „Am Anfang war das Wort“. Der Johannesprolog in
76 Sprachen
Zu
Ostern 2008 hat IBÜ Russland/GUS ein Buch mit den ersten
17 Versen des Johannesevangeliums in 76 Sprachen herausgegeben.
Darunter sind alte Sprachen wie Koinegriechisch, Syrisch, Lateinisch
und Kirchenslawisch; in der überwiegenden Mehrheit sind aber
moderne Sprachen, die in Russland gesprochen werden.
In jeder Osternacht werden diese Verse der russisch-orthodoxen
Tradition nach in vielen Sprachen verlesen. Ostern ist das älteste
Fest der Kirche, das immer in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag
gefeiert wurde. Seit dem dritten Jahrhundert wurden in dieser Nacht die
neuen Gläubigen getauft und in die Gemeinde aufgenommen.
Die Tradition,
Johannes 1, 1-17 vorzulesen, reicht bis ins 10. Jahrhundert zurück
und ihre Begründung wird dem Bischof von Konstantinopel
zugeschrieben. Schon von Anfang an erfolgte die Lesung in 2 Sprachen,
Lateinisch und Griechisch. Später kam Hebräisch hinzu, die
dritten Sprache der Kreuzesinschrift: „Jesus von Nazareth, König
der Juden“. Nachdem die jeweiligen Landessprachen Eingang in die
Liturgie gefunden hatten, verlas man den Text zusätzlich auch
in diesen Sprachen.
In Russland
wird der Johannesprolog in der Osternacht in den alten Sprachen und in
einigen modernen Sprachen vorgelesen. Dies hat eine Symbolik: das
Evangelium von Christus, dessen Sieg über den Tod in dieser
Nacht gefeiert wird, ist weltweit für Menschen aller Sprachen
bestimmt.
Wir wünschen,
dass in den Kirchen reger Gebrauch von dem Buch gemacht wird und in der
Osternacht Johannes 1, 1-17 jetzt auch in solchen Sprachen zu hören
sein wird, in denen vorher noch keine Bibelübersetzung existiert hat.
21.03.2008
I Grundkurs für neue
Mitarbeiter in Bibelübersetzungsprojekten
Vom
11. bis zum 21. März fand im Moskauer Büro des Instituts für
Bibelübersetzung der erste Grundkurs für neue Mitarbeiter in
Bibelübersetzungsprojekten statt. Zwölf Personen aus neun
verschiedenen Übersetzungsprojekten (dunganisch, inguschisch,
kabardinisch, lesginisch, mokschanisch, nogaisch, tabassaranisch und
ersjanisch) nahmen an
diesem zweiwöchigen
Seminar teil. Unter den Teilnehmern des von IBÜ organisierten
Seminars waren Übersetzer, exegetische und sprachliche Prüfer,
Verständlichkeitstester und auch eine Regionalkoordinatorin. Das
Programm war dicht gedrängt. Mitarbeiter des IBÜ führten
Lektionen zum historisch-kulturellen Kontext, zur Übersetzungstheorie,
zur Exegese, zum Verständlichkeitstest, zur sprachlichen Bearbeitung
und zur Organisation von Übersetzungsteams durch. Dozenten des
Moskauer theologischen Seminars „Nasledie“ (Erbe) gaben eine Einführung
ins Alte und Neue Testament. Als Lehrende zu linguistischen Themen fungierten
neben Mitarbeitern des IBÜ auch Professoren des Moskauer
sprachwissenschaftlichen Instituts der Russischen Akademie der Wissenschaften.
IBÜ plant das Lehrprogramm für Übersetzer
und exegetische Prüfer weiter zu entwickeln. Auf den Seminaren der
nächsten Stufe sollen sich die Teilnehmer tiefergehend mit Exegese,
Linguistik, einzelnen biblischen Büchern und auch mit den Prinzipien,
Problemen und der Praxis der Bibelübersetzung auseinander
setzen.
Bei der abschliessenden
Auswertung beurteilten die Teilnehmer das Seminar folgendermassen: „Das
Seminar hat mir in konzentrierter Art und Weise gegeben, was ich im Laufe
vieler Jahre versucht habe zu lernen.“ „Das Seminar war auf die Notwendigkeit
abgestimmt, elementare Kenntnisse des Materials und der Quellen zu erlangen.
Es war anregend und sehr interessant.“ „Ich fühle mich jetzt viel sicherer,
weil ich mich jetzt besser im Kontext und im Übersetzungsprozess orientieren
kann.“ „Nach dem Seminar erwachte das Verlangen, vieles in meiner Übersetzung
zu verbessern.“ „Bieten Sie weiter Grundkurse an! Ich bin sehr froh, nach Ihrem Seminar
einen kleinen Beitrag in meinem Projekt leisten und den anderen Mitgliedern des Teams
helfen zu können.“
05.03.2008
I Übergabefeier des Neuen Testamentes auf Mari in Joschkar-Ola (IBÜ,
Helsinki)
Am
4. Februar fand im Konferenzsaal der Nationalbibliothek in Joschkar-Ola die
Übergabefeier des Neuen Testamentes auf Wiesen-Mari statt, das unter
der Leitung des Instituts für Bibelübersetzung in Helsinki angefertigt
worden war.
Der kleine Saal fasste nur
mit Mühe die Gäste, die sich zu diesem zweifelsohne wichtigen
Feiertag im Leben der Republik Mari El eingefunden
hatten.
Der Erzbischof der russisch-orthodoxen
Eparchie von Joschkar-Ola Ioann, der Minister für Kultur und
Nationalitäten der Republik Michail Wasjutin und die Professoren Dr.
Xenofont Sandukow und Dr. Sergei Starikow richteten Grussworte an die
Versammelten.
Die Wissenschaftler unterstrichen
in ihren Ausführungen die besondere Wichtigkeit der Übersetzung der Heiligen
Schrift ins
Mari
für die geschichtlich-geistliche
Entwicklung des Volkes der
Mari und der anderen Völker, die in der Republik Mari El leben.
Anschliessend kamen einige der
Gäste zu Wort: die Direktorin der finno-ugrischen Abteilung des Instituts
für Bibelübersetzung in Helsinki Anita Laakso, die exegetische
Prüferin Tiina Ollikainen und der Dichter, Journalist und
Übersetzer Leonid Jandakow.
Der Leiter der
Übersetzungskommision der Eparchie Nikolai Tschusaew las einen
Ausschnitt aus dem Neuen Testament: das Vaterunser in der neuen
Übersetzung ins Wiesen-Mari.
An der Übergabefeier
nahm auch ein Quartett des Chores der Universitätskirche teil, das
Gesangsstücke auf Russisch, Griechisch und Mari zur
Aufführung brachte.
Homepage
der Eparchie von Joschkar-Ola der Russisch Orthodoxen Kirche
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