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I (1973-83) Gründung, Nachforschungen, Nachdrucke
27.03.1973
- Das Institut für Bibelübersetzung wird in Stockholm gegründet.
1973-1975 - Nachdruck vorrevolutionärer Bibelüber-
setzungen (in 19 Sprachen: Abchasisch, Altaisch, Armenisch,
Baschkirisch, Burjatisch, Gagausisch, Georgisch, Jakutisch,
Kasachisch, Komi-Permjakisch, Komi-Syrjänisch, Mordwinisch (Ersjanisch),
Mordwinisch (Mokschanisch), Ossetisch, Tatarisch, Tschuwaschisch,
Udmurtisch und Wiesen-Mari). Dieses waren die ersten Neuauflagen
nach einer 60-80-jährigen Unterbrechung.
1975-1990 - Das IBÜ arbeitet innerhalb und
ausserhalb der UdSSR an modernen Bibelüber- setzungen in mehr
als 40 Sprachen. Veröffentlicht wurden Übersetzungen in 21 Sprachen.
II (1983-90) Arbeit an
Neuübersetzungen ausserhalb der UdSSR
1983
- Erste Auflage der Kinderbibel auf Russisch.
1983
- Eröffnung des finnischen Büros in Helsinki.
1983-1990
- 10 Auflagen der Kinderbibel mit einer Gesamtauflage von 5 Millionen Exemplaren
(für die kostenlose Verbreitung).
1987-1990
- Nachdruck der von A. P. Lopuchin herausgegebenen Studienbibel (150.000 Exemplare in 3 Bänden) als
Geschenk der skandinawischen Länder zur Feier von 1000 Jahren christlichem Glauben in
Russland.
1989
- Gründung der Organisation WordPress in Los Angeles, USA (2000
umgewandelt in das Büro von IBÜ in den USA).
III (1990-2003) Arbeit in Russland
14.06.1990
- Unterzeichnung einer Vereinbarung über eine 5-jährige Zusammenarbeit mit der Abteilung für
Literatur und Sprachwissenschaften der Russischen Akademie der
Wissenschaften,
die 1996 und 2001 jeweils verlängert wurde.
1990
- Verlagerung der Übersetzungsarbeit nach Russland. Zu diesem Zeitpunkt war das Neue Testament
in 11 und die ganze Bibel in 3 Sprachen übersetzt.
1992
- Der russische Zweig des IBÜ wird in Moskau offiziell registriert.
30.01.1995
- Der russische Zweig des IBÜ wird als eigenständige russische Organisation registriert.
Die Arbeit erfolgt auf dem gesamten Gebiet der ehemaligen UdSSR.
1996
- Verlagerung der Verlagsarbeit des IBÜ nach Russland.
1997
- Das Moskauer Büro des IBÜ zieht in das ehemalige Adrejewski-Kloster um.
2000
- Das IBÜ erhält den Status einer wissenschaftlichen Forschungseinrichung und arbeitet
seit dem 23. Mai 2000 unter der wissenschaftlichen und methodologischen Leitung der Abteilung Literatur
und Sprachwissenschaften der russischen Akademie der
Wissenschaften.
2000
- Eröffnung eines Büros in Grossbritannien.
10.04.2002
- Die wissenschaftliche Forschungseinrichtung des IBÜ wird offiziell beim Minsterium für Industrie,
Wissenschaft und Technik der Russischen Förderation registriert.
IV (ab 2003) Koordination der
Arbeit durch das IBÜ Russland/GUS
15.01.2003
- Im Zusammenhang mit der Neuordnung der Arbeit des IBÜ, wird das Institut für
Bibelübersetzung in Moskau als eigenständige gemeinnützige Organisation registiert.
11.03.2003
- Das IBÜ wird Mitglied im Wissenschaftsrat
der russischen Akademie der
Wissenschaften für das Studium und den Schutz des kulturellen
Erbes.
2005
- Neuordnung der Spendenakquisition in den USA. Das IBÜ Russland/GUS arbeitet dort jetzt mit der amerikanischen Organisation
„Friends of IBT Russia/CIS“ zusammen.
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Zielsetzung
Das Hauptanliegen des IBÜ ist, die Bibel in die Sprachen der nichtslawischen Völker Russlands
und der anderen Länder der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zu übersetzen und diese
Übersetzungen dann zu veröffentlichen und zu verbreiten. Die 85 Millionen Angehörigen dieser
Völker stellen eine ungeheure Vielfalt an Sprachen (mindestens 130 verschiedene) und
Religionen (Christentum, Islam, Buddhismus, Schamanismus) dar.
Einige dieser Völker haben mehrere Millionen Angehörige; andere Sprachen haben nur ein paar Tausend
Sprecher. In einigne Sprachen gibt es eine lange literarischen Tradition. In anderen Sprachen muss eine Schrift erst
entwickelt werden.
Zentrale des IBÜ
Die Zentrale des IBÜ befindet sich in Moskau. Die Räumlichkeiten des IBÜ liegen im
Andrejewski-Kloster, direkt am Ufer der Moskwa und in Nachbarschaft zum neuen Gebäude der russischen
Akademie der Wissenschaften. In dem Klostergebäude ist auch der Lesesaal der Synodalen Bibliothek
der Russisch Orthodoxen Kirche untergebracht. Das IBÜ ist eine gemeinnützige wissenschaftliche
Organisation, in dem Mitarbeiter aus verschiedenen christlichen Konfessionen und Denominationen arbeiten.
Übersetzungsprojekte
Das IBÜ strebt genaue und sinngetreue Übersetzungen an, die die biblische Botschaft dem modernen
Leser in seiner eigenen Sprache vermittelt. Das Büro des IBÜ in Moskau koordiniert
die Arbeit von 65 Übersetzungsteams in der
gesamten ehemaligen Sowjetunion. Die Mitglieder der Teams leben in verschiedenen Städten und
Ländern, jedoch ist es an verschiedenen Zeitpunkten während der Übersetzung nötig,
sich zu treffen und zusammen zu arbeiten. Dafür stehen in der Zentrale des IBÜ Räumlichkeiten
zur Verfügung. Neben der Koordinierung und Verwaltung der Übersetzungsarbeit führt das IBÜ
auch Seminare für Übersetzer und exegetische Prüfer durch. Normalerweise gibt es 3 solcher
Seminare im Jahr. Neben der Veröffentlichung von Bibeln und Bibelteilen, gibt das IBÜ auch
Kinderbibeln, biblische Nachschlagewerke und wissenschaftliches Material über die verschiedenen
Zielsprachen heraus.
Übersetzungsteam
Ein Übersetzungsteam besteht aus muttersprachlichen Übersetzern, exegetischen Prüfern,
Personen, die den Entwurf auf Sprache und Stil prüfen und ihn auf seine Verständlichkeit hin
testen, dem Übersetzungsberater und dem Koordinator des Projektes.
Der erste Entwurf der Übersetzung durchläuft einige Schritte der Überarbeitung.
Mit Hilfe von Muttersprachlern wird der übersetzte Text
einem Verständlichkeitstest unterzogen. Abschliessend wird er von einem erfahrenen
Übersetzungsberater geprüft und für die Veröffentlichung freigegeben.
Die Übersetzung des Neuen Testamentes
dauert wenigstens 5 Jahre.
Technische Unterstützung und
Veröffentlichung
Das IBÜ veröffentlicht seine Übersetzungen in einer qualitativ hochwertigen Art und
Weise, so wie es die Leser erwarten. In der Moskauer Zentrale werden die übersetzen biblischen
Texte für die Veröffentlichung aufbereitet. Hier erfolgt der Satz, die Einfügung und
Bearbeitung von Abbildungen und Landkarten. Das IBÜ unterhält Kontakte zu Druckereien
in der Russischen Förderation und anderen Ländern.
Die Mitarbeiter des Moskauer Büros bieten darüberhinaus den Übersetzern vor Ort
technische Unterstützung, z.B. auf dem Gebiet der Computersoft- und -hardware und bei Problemen
mit Zeichensätzen.
Zusammenarbeit mit anderen
Organisationen
Das IBÜ ist Mitglied des Internationalen Forums der Bibelübersetzungsgesellschaften. In einigen
Übersetzungsprojekten arbeitet das Institut in Partnerschaft mit
nationalen Bibelgesellschaften, den Wycliff-Bibelübersetzern (WBÜ) und den Pioneer
Bibelübersetzern (PBT). Bei der Verbreitung der Bibelausgaben arbeitet das IBÜ mit
Kirchengemeinden und anderen Organisationen
aller in der GUS vertretenen christlichen Denominationen als auch mit wissenschaftlichen
Institutionen und staatlichen Stellen zusammen.
Verbreitung und
Public Relations
Das IBÜ koordiniert den Transport, die Lagerhaltung und die Verbreitung seiner Publikationen. Es organisiert
darüberhinaus aus öffentliche Präsentationen seiner veröffentlichten Bücher und
gibt das Informationsblatt „Nachrichten aus der Bibelübersetzung“ heraus.
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Borislaw
Arapowitsch

Gründer des Instituts für Bibelübersetzung, bekannter Slavist und Dichter,
Mitglied der Schwedischen Gesellschaft der Slawisten, des schwedischen Schriftstellerverbandes, und des
Verbandes kroatischer Schriftsteller von Bosnien und
Herzogowina, ausgezeichnet mit der Ehrendoktorwürde und
Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften.
Für die Kinderbibel wurde Dr. Borislaw Arapowitsch
die Tolstoi-Medaille des Russischen Kinderfonds
verliehen.
Marianne
Beerle-Moor

Direktorin des Instituts für Bibelübersetzung (seit 1997),
promovierte Linguistin mit dem Spezialgebiet kaukasische Sprachen und Grammatik des Lesgischen
und Beraterin für Übersetzungsprojekte.
Im Februar 2003 wurde Frau Dr. Beerle-Moor für volksbildende Tätigkeit
und Verdienste um die geistliche und moralische Formung der russischen
Gesellschaft mit dem St. Dimitri Donskoi und St. Sergius von Radonesch Orden, III. Klasse,
«Für den Dienst am Vaterland» ausgezeichnet. Im Mai 2005 erhielt sie auf Anordnung des
Präsidenten der jakutischen Republik für den geleisteten Beitrag zum Wiederaufbau des geistlichen
Lebens und die Übersetzng des Neuen Testamentes ins Jakutische das Ehrenabzeichen
«Für Verdienste um zivile Werte». Im selben Monat wurde ihr
von der russischen Akademie der
Wissenschaften
die Ehrendoktorwürde verliehen.
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